Donnerstag, April 28, 2005

Desperate Housegeeks

Ich habe Entzugs-Erscheinungen. Und ich wirke einer wissenschaftlichen Studie entgegen - im praktischen (gezwungenen) Selbstversuch. Und das alles gleichzeitig.

Aber der Reihe nach:
letzte Woche machte eine Meldung die Runde, dass permanentes sich-informieren-wollen blöd macht. So mal grob gesagt. Also ständig emails checken und beantworten müssen, SMS schreiben, ständig erreichbar sein müssen, usw. Mag gut sein, dass das ablenkt - aber die Wirren des Entzuges merke ich gerade am eigenen Leibe: mein Hotel hat kein Internet und abendliches surfen ist momentan nicht möglich!! OK, emails, bloggen, usw. geht per Handy. Dank O2 WAP-Flatrate jetzt nicht sooo das große Problem, aber es ist mit GPRS natürlich tierisch langsam und "richtige" Internet-Seiten lassen sich auch nur bedingt öffnen.
Mal zum Vergleich: in Ländern wie den USA bieten die Mobilfunk-Provider entsprechende "Service Plans", die u.a. richtiges Handy-Surfen ermöglichen - zu einer kleinen Monatspauschale. Somit wäre dann da ein Palm Tungsten T5 per Bluetooth am Handy die ideale Surf-Maschine für unterwegs.

Aber hier? Ein bißchen WAP, das war's. Normale Webseiten per Opera ansurfen ging mal, war aber wohl nicht so ganz erlaubt und O2 hat's inzwischen kapiert und diese Zugangsform per Proxy gesperrt.

Na gut, diese Woche überlebe ich - aber auch nur, weil ich bisher so gut wie nie vor Mitternacht im Hotel angekommen bin.



Müßte mein IQ jetzt laut dieser besagten Studie wieder in die Höhe schnellen? Oder wird er durch den Entzug weiter nach unten getrieben (soweit das noch möglich ist)? Man weiß es wohl nicht - und ich sowieso nicht.
Ich bin jetzt erst mal Papst. Surft der Papst eigentlich? Gut möglich, der hockt ja auch nicht in einem Hotel/Raucherzimmer (!!) in "Hollerdau".

Dienstag, April 26, 2005

iPod Shuffle Memorial


iPod Shuffle Memorial
Originally uploaded by mbodge.
Das Geheimnis ist gelüftet: wahres Apple-Design findet nicht nur in Cupertino statt - sondern u.a. auch in den Parks dieser Welt. So hat ein Flickroid die Inspiration für den iPod shuffle entdeckt und geistesgegenwärtig fotographiert.

Ich kündige es übrigens schon mal an: diese Woche wird blogtechnisch etwas schwierig, weil ich aufgrund einer Messe in München (Earth, Wind and Fire oder sowas ähnliches) in einem Hotel 50km außerhalb Münchens untergebracht bin, in dem es natürlich zu allem übel auch noch nur kostenpflichtiges Internet gibt. Super... *rolleyes*

Freitag, April 22, 2005

Der Papst und das "Werk Gottes"

Ich wollte eigentlich kein weiteres Papst-Posting verfassen, aber alle guten Dinge sind ja bekanntlich drei (wieso eigentlich?).

Schon mal von Opus Dei gehört? Diese Organisation ist eine Personalprälatur des Vatikans und erlangte letztes Jahr besondere Aufmerksamkeit durch Dan Browns Roman "Sakrileg" ("The da Vinci Code").

Auch wenn das Buch Opus Dei in den schlimmsten Tönen darstellt, ist vieles im Roman natürlich an den Haaren herbei gezogen.

Tatsache aber ist, dass es sich um eine erzkonservative Organisation handelt, die Frauen weniger Rechte als Männern zubilligt, die Keuschheit lebt, die rechts ausgerichtet ist und einen sektenhaften Charakter hat.
Einer der bekanntesten Fördern von Opus Dei war und ist: Joseph Ratzinger, der neue Papst. So war er u.a. Ehrenprofessor an der Opus Dei-Universität im spanischen Pamplona. Ich könnte mir vorstellen, dass Ratzinger auch jenen "Bußegürtel" trägt und Selbstgeißelungen vornimmt, wie es bei den Oberen bei Opus Dei Sitte ist.

Die Verbindung zu dieser "Sekte innerhalb der katholischen Kirche" ist also nicht zu leugnen und meiner Meinung nach sehr viel kritischer zu betrachten als dass Ratzinger als kleiner Junge in er Hitlerjugend war, damit seine Eltern das Schulgeld für ihn kriegen. Und da er noch sehr viel konservativer als sein Vorgänger ist, wird es wohl auch mit den nötigen Reformationen nichts werden. Gleichberechtigung der Frau? Gibt's nicht. Anerkennung von Homosexualität? Fehlanzeige.

Warum aber gibt es dann zur Zeit diesen Papst-Boom? Mit Sicherheit liegt es daran, dass die Menschen einfach gestrickt sind und ungern eigene Entscheidungen treffen. Das ist einfach so, auch wenn sie 1000* sagen, dass sie freie Menschen sind. Hier wird ein klares, einfaches Wertekonzept vermittelt - und das hat seit 2000 Jahren wunderbar funktioniert. Mittlerweile ist es wieder "in", sich zur Kirche zu bekennen. George Bush betet eifrig, Hillary Clinton hat inzwischen damit angefangen (schließlich besteht ja die Möglichkeit, dass sie vielleicht doch als nächste US-Präsidentin kandidiert und da muss man frühzeitig mit sowas anfangen, um die komplette Wählerschaft zu erreichen) und in Köln stehen nach der Habemus Papam-Bekanntgabe Menschen vor dem Dom und wollen rein, "geistlich berieselt werden", als handele es sich dabei ums Big Brother-Haus.
Aber vielleicht wollen sich die Menschen des Westens angesichts der immer größer werdenen Terrorgefahr auch schützen und nicht mehr als "die Ungläubigen" angesehen werden. Schließlich wurde der neue Papst von der islamischen Welt ja ebenfalls willkommen geheißen. "Hauptsache, man glaubt überhaupt", also sind jene "besser" als solche, die vom Glauben abgefallen sind. Ob das Terroristen letztendlich abhalten wird, einem vor laufender Kamera die Kehle durchzuschneiden, ist allerdings fraglich.

Weiterführende Informationen zu dem Thema Opus Dei gibt es hier.
Eine Vermutung darüber, wieso die Engländer sich so über einen deutschen Papst aufregen, findet man hier.

Meine persönliche Meinung dazu:
Opus Dei mag umstritten sein, aber Tatsache ist, dass in Italien und überall auf der Welt in den letzten Tagen die unterschiedlichsten Menschen friedlich (!!) zusammen kamen und sich miteinander freuen und respektvoll umgehen. Von diesen Menschen sprengen sich keine mit Autos in die Luft und versuchen, möglichst viele mitzunehmen. Haben diese Menschen vielleicht was verstanden, was andere noch nicht verstehen..?

Mittwoch, April 20, 2005

Legales Musik-Sharing


IMG_4033.JPG,
originally uploaded by theslinky.
Legales Musik-Sharing kann so einfach sein....

Kein Digital Rights Management, allerdings nur in Mono und räumlich begrenzt - aber immerhin.

Wir haben das "damals" im Unterricht allerdings unauffälliger gemacht.

Dienstag, April 19, 2005

Papst Lando II.

Eigentlich wollte ich es bei einem Papst-Posting belassen - habe aber in diesem Spiegel-Artikel was interessantes entdeckt: es gab mal einen Papst namens "Lando"!
Als Star Wars-Fan fände ich das gar nicht mal schlecht. Und den Vatikan in Verbindung mit dem Himmel als "Wolkenstadt" zu bezeichnen wäre gar nicht mal so abwegig. Gut, der neue Papst Lando müßte "ein Spieler, ein Schurke" sein (soweit man sich das bei einem über 70jährigen vorstellen kann), müßte dann mit dem "Rasenden Falken" um die Welt jetten und Boden küssen - also ich fände Lando prima.



Update: OK, es wurde "Papa-Ratzi". Ein Bayer...natürlich... ;-)

Montag, April 18, 2005

Die super-Werbekampagne für das "neue Windows XP"

*LOL* Das ist echt zu geil!! Gerade auf ITAW gesehen:



Die "größte Software-Firma der Welt", mit Unsummen an Kapital....sie erstellen eine millionenschwere Werbekampagne für ihr über 3 Jahre altes Windows XP - auf nem Mac. Vergessen, die EXIF-Metadaten zu löschen, peinlich peinlich..!

*ROFL* Sorry, zu geil!! HAHAHAHAHA......

Wer's nicht glaubt (extra anhand eines Windows Photoshops erklärt): auf's Bild klicken, das Bild in Photoshop öffnen, Datei > Datei-Informationen..., Abschnitt > EXIF

Morgendliche Freuden Vol. 3

Es begab sich aber zu der Zeit, dass ich - mal wieder - Montag morgens nach München durfte. Am Münchener Hauptbahnhof angekommen, führt der Weg (gemeinsam mit Kollege Oli) über die U5 Richtung Odeonsplatz mit der U6 weiter Richtung Garching (?). Da die Lage erforderte, dass jeder von uns mit einem Rollkoffer bewaffnet ist und an unserer Endhaltestelle die Rolltreppe defekt war und wir, nachdem wir schon um 5 Uhr morgens aufgestanden waren, ungern noch schleppen wollten, entschieden wir uns für den Aufzug.
Soweit so gut, nur dass sich der Aufzug nicht in Bewegung setzte. Das sieht schon recht peinlich aus, wenn zwei im Anzug in nem gläsernen Bahnhofs-Aufzug stehen und 2-3 Minuten ein dämliches Gesicht machen, weil er nicht hochfährt und jeder einen anschaut. Als es mir zu blöd wurde, bin ich raus - und schwupps schließt sich die Tür. Und der Aufzug bewegt sich keinen Zentimeter.. *G* Das nenne ich dann mal peinlich.
Gut, Notruf: "Joa Servus....wossis?! Stecken g'bliaba?! Joa woarten's nochemol 5 Minuten und schellen'S dann noch'mol". Während ich mich draußen köstlich amüsiert habe (und die Fahrgäste vom Nebengleis inzwischen glücklicherweise in ihrer Bahn saßen), mußte Oli im Aufzug nochmal ne Weile warten, bis wir erneut mit vereinten Kräften an der Tür zerrten, bis sie endlich aufging.

Also doch Treppen... Aber so ein bißchen Frühsport tut ja bekanntlich ganz gut. *g*

"Hinter Gittern" in Telekom-Farben

Heute gibt's mal wieder einen Artikel für das Wohl der Leser, genauer, deren Allgemeinbildung. Soll ja keiner behaupten, dass man hier nichts lernt.

Das (Un-?)Wort der Woche ist nämlich derzeit...na? "Konklave", genau. Die katholischen Kardinäle machen das, um einen neuen Papst zu wählen. Wer gebildeter Journalist ist, angeben will und zum 10. Mal in einem Artikel das Wort "Kardinäle" vermeiden will, schreibt übrigens hochmodern "die Purpur-Träger".
Warum purpur? Wieso nicht grün oder blau? Weil purpur seit der Antike die Farbe hochgesteller Persönlichkeiten wie z.B. Hohepriestern (aha!) ist. Gut, Jan Ullrich ("Ulläääääääää") trägt die Farbe auch, auch wenn sie da magenta heißt.
Wird jetzt der Vatikan neuerdings von der Telekom gesponsort? Immerhin treffen die sich ja alle munter ("Telekommunikation verbindet"). Oder wird die Telekom die Kardinäle jetzt abmahnen (wie es anscheinend schon bei anderen Unternehmen versucht wurde, die auch die Farbe Magenta nutzen wollten)? Wohl eher nicht.

Tatsache aber ist, dass jeder eifrig das K-Wort benutzt ("Hajo, die mache do Konklave, und am Schluss muss es weißen Rauch geben"), aber keiner genau weiß, was es heißt.



Daher hier die Erklärung: der Begriff "Konklave" kommt aus dem Lateinischen und bedeutet "verschließbarer Raum" (clavis = Schlüssel). Wer's genau wissen will, liest sich den Wikipedia-Eintrag durch und denkt in Zukunft bei abgeschlossenen Räumen (Fahrstühlen *lol* (sorry), Gefängnissen, der vergessenen PIN am Geldautomaten und wenn sich Manager für die Versteigerung völlig überteuerter Aktien (s. UMTS) zusammentun ab jetzt immer daran, dass er hier was für die Allgemeinbildung lesen durfte.

Samstag, April 16, 2005

Apple-Orgie


laptops,
originally uploaded by joshbzin.
Das gemeine an Flickr ist, dass man sooo leicht schöne Bilder bloggen kann: einfach auf "Blog this" klicken, einen Text hinzufügen - et voilà .

Da-da-da-da-daaaaaa - isch liebe es.

Mörderischer Soundtrack

Wir erinnern uns vielleicht: vor ein paar Monaten gab's im Kino den...nun...sagen wir "leicht dümmlichen" Film "Blade:Trinity". Wie mir natürlich auffiel gibt es da iPod Product Placement der allerhöchsten Güte.
Heute habe ich eine Webseite entdeckt, die genau dieses Thema aufgreift: Music to Slay by.com. Zu Deutsch: Musik zum Morden. "Mords"musik, also (so'n Nork'scher Insider).



Vor der nächsten Gehaltserhöhungs-Forderung also unbedingt auf dieser Seite nachschauen und sich informieren.


(le click für große Version, um die Ohrhörer zu erkennen)

Freitag, April 15, 2005

LifeDrive = Tungsten T|X..?

Die Gerüchte verdichten sich: neben 4GB-Festplatte, Bluetooth und WiFi soll das neue palmOne-Flaggschiff auch noch zusätzliche interne 64MB NVFS-RAM (??) haben. So berichtet es die bekannte Palm-Seite "Palminfocenter.com".

Und: statt LifeDrive soll das Gerät Tungsten T|X heißen.



Moooooment, wenn das der Fall ist, wird das Gerät sicher noch sehr viel mehr Features haben, nämlich Flammenwerfer, die Möglichkeit, andere Geräte zu manipulieren und natürlich ein super-scharfes Aussehen. Denn: T-X ist meines Wissens nach diese junge Dame hier:



Somit hieße dann der neue palmOne-Slogan: Hasta la vista, PocketPC...!

Mandy Amano Teil 2

Was ist inzwischen aus dem Pepsi-Girl geworden? Ich habe heute mal wieder auf Justins Pepsi Girl-Weblog geschaut und Ms Amano hat ihre Webseite mal um ein paar Bilder erweitern lassen.

Schick, schick... ;-)

Sie war übrigens kürzlich online in einem Webradio-Interview zu hören, und besagten Justin haben sie auch dazugeholt. Natürlich war sie sehr überrascht (erste Reaktion: "I don't know whether to hug you or slap you!" *g*).
Das Interview kann man sich hier anhören (5,9MB).

Black Mac Beauty


power cable,
originally uploaded by aesop.
Fern von allen auch nur erdenklichen technischen Eigenschaften wie Prozessor-Geschwindigkeit, RAM, welche Grafikkarte - eins steht fest: Macs sind unglaublich sexy!


Suche ... - biete iPod

Bereits am 22. März 2004 gab es in Wired einen Artikel mit dem Namen iPods Beat in Heart of the City. Da ging es darum, dass die New Yorker iPod-"Szene" in Foren diverse Angebote gepostet hat, nur um an einen iPod zu kommen.
Da gab es Angebote wie "Ich muss meinen Eltern eine Freundin präsentieren. Sie sollte hübsch aussehen. Wer das machen würde, dem schenke ich einen iPod". Oder einfach nur "I need $100 to buy an iPod and I'm horny. Simple as that." Puh..

Einen ähnlichen Weg geht ein "junges Akademiker-Ehepaar", die mit einem Wohnungsgesuch bei freier Courtage einen 30 GB iPod photo bieten.



Interessant finde ich, dass sie auch bunte Farben dabei eingesetzt haben. Normalerweise sind solche Anzeigen denke ich eher schwarz/weiß, aber so "fügt es sich harmonisch in das Erscheinungsbild des iPod photos".

Gefunden auf MacOrama

Donnerstag, April 14, 2005

Münchener Geschichten Vol. 2

Nur so ein paar Beobachtungen:

  • Hier habe ich zum ersten Mal Schulkinder mit Trolley-Schulranzen gesehen! Kein Scherz, der Schulranzen hat unten Rollen und eine Teleskop-Stange und wird geräuschvoll hinter sich her gezogen.
    Was ist aus dem altbekannten Scout-Rucksack geworden? Die heutigen Pisa-Stümper sind also nicht nur dumm, sondern auch noch faul. Ein Hoch auf die Zukunft...

  • Wir haben hier einen Stadt-"See" (Oli: "So eine Dreckpfütze!!"), um den wir in der Mittagspause zwecks frischer Luft flanieren. Auf einmal kommt ein Mercedes (auf dem Fußgängerweg!) angebraust und zwei Typen in ärmellosen T-Shirts steigen aus, schnappen sich den Mülleimer-Sack und verfrachten den im Kofferraum, wo bereits weitere Müllsäcke sind. Was ist aus den guten, alten, orange-farbenen Müllwagen geworden? Die heutigen Müllmänner fahren im Mercedes vor. *g*

  • Dass hier die Schülerlotsen am Zebrastreifen Päckchen empfangen, habe ich ja schon gepostet

  • Ebenfalls beim Mittagsspaziergang: eine Frau führt ihren total jungen, kleinen Hund - eigentlich bislang nur ein Fellknäuel - Gassi, der kleine Tollpatsch läuft (da noch sehr unsicher und tapsig) nahe bei ihren Beinen, aber statt dass sie aufpasst, tritt sie ihm voll auf die Pfoten, dass er anfängt zu jaulen und meint dann noch "Siehst du, hättest du besser aufgepasst..." Soviel zum Thema Tierliebe.

  • In besagtem Teich gibt es eine Ente, deren Mutter muss was mit nem Storch gehabt haben: normales Gefieder, aber nen knallroten, langen Schnabel. Richtig auffällig. Muss ich das nächste Mal fotographieren.


Soviel steht fest: interessant ist es hier eigentlich immer. Oder vielleicht habe ich in Frankfurt nur noch nicht so sehr auf "seltsame Menschen" geachtet.

"I'm too sexy for ..."

Dass das Internet voller Spinner ist, ist kein Geheimnis. Dass es teilweise über eine eigene Web-Kultur verfügt, ebenfalls nicht. Das Internet bringt Dinge wie den Tourist Guy, "What's in my bag"-Spinnereien und ebenso auch eine Kampagne der ganz "besonderen" Art: "I'm too sexy for my blog"
(das "Original"-Bild ist von "Mr. Miyagi")

Daher auch der aktuelle Flickr-Tag-Tipp: sexyblogger

Wenn man mal so durch die Bilder schaut, merkt man, dass anscheinend hauptsächlich Asiaten dem Trend gefolgt sind. Wie so vieles im Web ist auch das natürlich sinnloser Quatsch, aber da das Leben eh schon viel zu ernst ist, sind solche Dinge eine willkommene Abwechslung. Hier zeigt sich, wer sich selbst zu ernst nimmt ("Haha, wirklich suuuper witzig, selten so gelacht") und wer nicht.

"I'm too sexy for my iPod"
Da diese Seite rein objektiv betrachtet hin und wieder mal ein paar Mac-Themen aufgreift (*räusper*), hier der von mir gestartete "Trend" (es muss immer einen allerersten geben, der einen Trend startet - und man muss fest daran glauben): "I'm too sexy for my iPod"



Und diese Anleitung gibt's sogar auf Englisch, damit es auch ja viele kopieren:

  • Take your iPod (preferably a non-mini or shuffle)

  • Turn it so the shiny side is towards you

  • Stick out your tongue upwards in a slightly inclined angle

  • Take a picture so that only your mouth (and maybe the rest of your face) shows

  • Upload it to your website and/or Flickr account, tagging it with "sexyipod"

  • You're done! Join the hype! Brings good Karma!



Remember where you saw it first: "STEFFENNORK.de - the most interesting website of all times. Who is." *G*

Mögliche Alternativ-Trends, die der "I'm too sexy for my iPod"-Kampagne folgen könnten: "I'm too sexy for my DailyWindowsPatch" und "I'm too sexy for my Fridge". Wie ich darauf komme weiß ich jetzt auch nicht...

Dienstag, April 12, 2005

Gladdi....de Diiiischäää (frei nach Badesalz)

Am 29.04. ist es also soweit: Mac OS X 10.4 "Tiger" erblickt die Welt! :-)



Kein weiterer Kommentar - nur, damit man nicht denkt, ich hätte es nicht bemerkt... ;-)

Skype und kein Ende

Sorry für ein erneutes Skype und Video-Posting, aber das Thema lässt mich nicht los. So bin ich heute durch Zufall auf das Weblog von John Perry Barlow gestoßen und dabei auf den Artikel The Intimate Planet. Darin schildert er seine Erfahrungen, wie er eines Abends von 2 Unbekannten per Skype angerufen wurde und so, aufgrund der Tatsache, dass es eine Voice Conversation und nicht ein reiner Chat war, eine sehr viel größere emotionale Bindung zum virtuellen Gegenüber aufbauen konnte. Und so denke ich auch, dass man mit Skype und einem Skype-Gespräch den anderen besser wahrnimmt als bloß über Text-Chat.
Einer der Kommentatoren greift die Idee auf und kommt mit einem Statement, das die ganze Idee dahinter beinhaltet:
As the human voice has more emotional bandwidth than text, so does the human face have more impact than voice. I believe that will be the point when the Internets really deliver on the long-held promise of bringing us closer as one people.

Eine Tatsache, von der Nutzer von Apples iChat AV-Software und der iSight-Kamera schon länger wissen. Und da nicht damit gerechnet werden kann, dass Apple seine iChat AV-Software auch für Windows verfügbar macht, muss man die Hoffnung weiter auf Skype setzen, dass sie eine vernünftige (am besten auch H.264) Videochat-Integration vornehmen.

Natürlich gibt es schon kostenlosen Video-Chat für Windows. AIM, MSN, ICQ - ist bei allen möglich. Das Problem dabei ist die schlechte Qualität und das nur Daumennagel-große Bild, das einem den Spaß nimmt. Wenn es Skype schafft, Video in vernünftiger Qualität im Fullscreen-Modus zu ermöglichen, werden sehr viel mehr Menschen sich darauf einlassen. Außerdem muss der Markt mit entsprechend guten Kameras aufwarten. Apple hat das verstanden und mit der iSight ein mit 149,- Euro zugegebenermaßen teures Produkt entwickelt - für den Preis bekommt man dann aber auch eine kleine, leichte und robuste Kamera, die über Autofocus-Technologie und ein sehr gutes Mikrophon, das Nebengeräusche rausfiltert verfügt.
Schon als bei iChat AV für Tiger (für Videokonferenz mit bis zu 3 weiteren Personen gleichzeitig) die Video-Funktion vorgestellt wurde, fragte Steve Jobs das Publikum:
"So how are we going to do this? Do we create an interface with three little separate windows like everyone else would do it? - No!"




(ich fasse es nicht, Daniel Küblböck macht Werbung für Apple. Himmel hilf...)
Was die iSight aber so verführerisch macht ist die Art, wie sie platziert wird: am Display so befestigt, wie wenn man dem anderen gegenüber wäre. Die meisten Kameras stehen mit Sicherheit irgendwo neben dem Monitor und liefern eine Profil-Ansicht des Users. Die Tatsache, dass man ihn so "ungewohnt" sieht und ihm nicht in die Augen schauen kann, weil er selbst auf den Monitor guckt und seinen Videopartner aus genau der selben Perspektive sieht, trägt nicht gerade zu einer positiven emotionalen Bindung bei.

Insofern hoffe ich wirklich, dass Skype diese Idee ebenfalls aufgreift und Videokonferenzen in einer ähnlichen (oder - wie bei AudioChats - besseren) Qualität anbietet. Ich glaube, dass sie das hinkriegen.

Der Hausfrauen-Report

Heute abend ist es soweit: die dritte derzeit interessante Serie (neben Lost und 24) startet: Desperate Housewifes.


21:15 Uhr geht's los - und schon wird es in Deutschland jede Menge "verzweifelter Hausfrauen" geben, weil 20:45 Uhr das Rückspiel Bayern gegen Tschälsi stattfindet. Nachdem das Hinspiel schon dermaßen katastrophal ausging, werden heute Millionen Männer beim Spiel mitfiebern und hoffen, dass "Aaaa....Beeee.....Zeeeee...."-Oli dieses mal nichts ins Tor lässt. Die Uhrzeit ist taktisch günstig gewählt, weil die Männer so im Vorteil sind: "Jetzt können wir doch nicht diesen Hausfrauen-Quatsch einschalten, wo wir mit 1:0 hinten liegen!?!"

Mario Barth würde hier die Startphase einer Beziehungskrise wittern:

Sie: Aha - ich bin auch Hausfrau, das ist also Quatsch, was ich so den ganzen Tag mache?!
Er: Nein, ich...
Sie: Und das sagt einer, der noch nicht mal den Müll runterbringen kann?!
Er (schaut auf die Fernsehzeitschrift): Ja aber...hier steht, dass es mal wieder nur um Sex geht und mir hat damals schon dein Kärri Brädscho-Fimmel gereicht!
(OMG, er hat sich negativ über die Prophetin geäußert!)
Sie: Wenigstens hocken da die Männer nicht vor dem Fernseher und schauen Primaten beim "Fang den Ball" zu.
(OMG, sie hat negativ über den "Titan" (lol) geäußert!)
[...]


Die Krise nimmt ihren Lauf.

Mein Rat geht daher eindringlich zum Zweitfernseher, denn dann kann er morgens sich mit den Kollegen und sie sich am Telefon mit ihrer besten Freundin austauschen.

Da ich mit Fußball nichts anfangen kann (Motto: "Der einzige Ballsport für mich ist Billard"), werde ich mir natürlich die Hausfrauen anschauen. Der Song, der im Trailer die ganze Zeit kommt, ist übrigens "Giving you up" von Kylie Minogue. Nur falls einer googelt bzw. den Song haben will.

Deppen mit Schubkarren

Leute mit Langeweile kommen auf die verrücktesten Ideen: sie gehen freiwillig für ein Jahr in Wohncontainer, schreiben Weblogs - oder erfinden neue Sportarten wie z.B. Wheelbarrow Freestyle - Schubkarren-Freestyle!

Ganz schön beknackt, aber den Typen scheint's Spaß zu machen. Machen da auch Frauen mit? Wohl kaum, die sind glaube ich zu schlau für sowas.

Aaaaaber: ein paar Tricks könnte man sich vielleicht abschauen und dann Montags und Freitags mit dem Rollkoffer anwenden! Gerade auf engen Bahnhöfen und verstopften Rolltreppen wären so ein paar Tricks sicher gut angebracht. Übung macht den Meister...

Montag, April 11, 2005

Der Apfeljob und ge-outete Kühlschränke

"Kriegst wohl Provision von Apple, was?" Der Frage folgt meist ein etwas dümmliches Lachen und die entsprechende Person denkt, einen Super-1a-Witz gebracht zu haben. Nein, ich kriege keine Provision, ich kriege auch von meinem Zahnarzt oder Frisör keine Provision, nur weil ich mit denen zufrieden bin und sie weiter empfehle.

Aber jemand, der wohl mal auf Apples Gehaltsliste stand, ist Eric Gruber. Auf seinem Weblog berichtet er darüber, wie er 6 Monate lang in einem Apple Store in Kansas gearbeitet hat, wie die Unternehmenskultur ist, die Mitarbeiter - und die Kunden.
Für den Einen oder Anderen sicher interessant zu lesen. Was mich ja am meisten amüsiert hat: er war da als "MacSpecialist" angestellt, also nur eine Stufe unter dem allwissenden "Expert" - und bekam von den Kunden meist nur Fragen gestellt, wie man den iPod wieder resetten kann oder die Lautstärke erhöht.

Sonst so
Ach ja, Torsten hat sich übrigens vom "what's in my ..."-Wahn anstecken lassen und daraus "What's in my fridge" gemacht. Sehr gute Idee! (wenn auch schon bekannt) "What's in my bra" wäre vielleicht auch mal interessant...
Alternativ könnte ich mir noch Handschuhfach, Office Desk, Knabberschrank (also welche Chips, Tacos und co.) und Geldbeutel vorstellen.


Apropos Kühlschrank: ich glaube ich bin irgendwo noch immer satt vom Wochenende: da ich auf einer Konfirmation war, gab es massig leckeres Essen - und nein sagen darf man ja auch nicht. Interessant war die Passage in der Kirche, als der Pfarrer meinte, dass man doch mal die Ohrhörer draußen lassen und sich mehr auf die Ruhe besinnen solle. Ganz klar: der Mann hat nie einen....aber lassen wir das.


Uuuuund: Vanessa hat ihre neue Webseite fertig, Glückwunsch! :-) (auch um mal ihren Posting-Zähler weiter zu erhöhen. *g*)

Freitag, April 08, 2005

iPods in München

Es gibt sie, die Münchener iPod user! Immer häufiger sehe ich jetzt morgens die weißen Ohrhörer. Und dabei ist auch gleichzeitig ein Sozial-Phänomen zu beobachten: viele die in den U-Bahnen mit iPod und einem/r Bekannten unterwegs sind, lassen bei ihren Unterhaltungen mind. einen Ohrhörer drin. Gut, das wäre ja vielleicht noch mit den iPod Etiketten vereinbar, aber mich würde das glaube ich nerven. Zumal man dann unbewußt lauter redet! Ist euch das schon mal aufgefallen? Gerade im Flugzeug kommt das sehr gut: man hat Kopfhörer drin, schaut einen Film und dreht sich dann zu seinem Nachbarn um und krakelt durch's gesamte Flugzeug "DER FILM IST VOLL LUSTIG!!" und zwei Reihen um einen rum drehen sich die Leute um. Gerade bei Mädchen-Cliquen beobachte ich das: das Geld für (in diesem Falle) meist iPod mini zusammen gespart, stehen sie in 3-4er Grüppchen beisammen - und jede hat mind. 1 weißen Ohrhörer drin (im Ohr). Die - ich nenne sie mal so - Schwarz-Ohhörer-Fraktion (SOF) dagegen unterhält sich "normal", d.h. die Dinger baumeln um den Hals rum oder werden in der Hand gehalten. Aber keiner lässt sie drin. Die Ursache ist wohl, dass sie ohne ihre Musik nicht leben können und/oder einfach nur zeigen wollen, dass sie so ein Ding besitzen.

Der wahre Grund aber ist, dass wir iPod User ziemlich blöd sind und als Loop die Worte "Einatmen.....ausatmen....." abgespielt werden. Dumdidum...


(Eine Blondine nehme ich jetzt absichtlich nicht für's Bild. Blondinen-Witze sind sooo 20. Jahrhundert!)

Und wo ich gerade schon bei einer tiefenpsychologischen Analyse bin: Auf der Webseite Applematters.com gibt es einen hochinteressanten Artikel über die Art, wie Männer ihren iPod "tragen" und dass dieser die Uhr als Erkennungs-Utensil abgelöst hat. Das soll heißen: früher hat man von der Art, was für eine Uhr ein Mann trägt, auf seine Persönlichkeit geschlossen (ich trage seit 5 Jahren keine mehr, was sagt das über mich aus?? Vielleicht ergoogelt mal jemand einen entsprechenden Artikel, wäre mal interessant) - heute macht man das mit Blick auf seinen iPod.

Insofern unterscheidet man folgende Kategorien:


  • #1: The All-About-The-Music Man

  • #2: The All-About-Apple Man

  • #3: The iPod is the "It Thing" Man

  • #4: The Gadget Man

  • #5: The iPod-As-Gift Man

  • #6: Phantom iPod owner



(wofür die einzelnen jetzt stehen, darf jeder selbst nachlesen)
Ich selbst würde mich zwischen #2, #4 und #6 sehen: #2 erklärt sich von selbst - ganz klar ein Jünger. Für #4 fehlt mir noch der Blackberry, aber das ist sicher auch nur eine Frage der Zeit *g* #6 trifft insofern zu, weil ich die Buttons auch in der Manteltasche ertasten kann und er insofern also in der Tasche bleibt. Ich möchte jetzt nicht zum kollektiven "schreibt mir bitte einen Kommentar"-Betteln aufrufen, aber zu was die Leser sich so zählen würde mich dann doch mal interessieren (ich würde sagen Daniel macht wie immer den Anfang und die anderen folgen einfach *g*).

PS: Wochenende!! Juhuu, "now can come what want!"

Donnerstag, April 07, 2005

Numb3rs - Mathegenies Unite

Ich bin bei Weitem kein Mathe-Freak, soviel steht schon mal fest! Sprachen dagegen ja, ich liebe Sprachen. Ich könnte den ganzen Tag mit Leuten auf Englisch, Spanisch und Französisch sprechen, Redewendungen hinterfragen und dazulernen ("Hagel" wird von den Engländern u.a. "Hell Stones" genannt - genial, oder?) und versuchen, komplizierte Satzaufbauten zu entschlüsseln. Von einer Sprache in die andere wechseln, kein Problem. Einem Franzosen nahezu simultan historische Zusammenhänge übersetzen, die eine deutsche Reiseleiterin erklärt, gerne. (Vielleicht hätte ich doch Dolmetscher werden sollen wie zwischenzeitlich mal angedacht) Ich bin da längst nicht perfekt und kenne/verstehe auch nicht jedes Wort, aber es fällt mir leicht.

Aber Mathe?! Nicht, dass ich zu doof wäre. Mit richtigem Training war da selbst ich von mir überrascht, aber die Affinität dazu ist wesentlich geringer ausgeprägt als bei Sprachen.

Aber jetzt kommt eine neue TV-Serie aus den USA (ich hab's diesen Monat mit TV-Serien), die sehr interessant klingt: Numb3rs



Auf die Serie bin ich durch dieses sehr interessante WIRED-Interview gestoßen. Im Prinzip geht es darum, dass ein FBI-Agent (wer sonst) seinen mathematisch äußerst begabten Bruder bittet, ihm bei diversen Fällen zu helfen. Der Reiz der Sendung ist u.a. die unterschiedliche Herangehensweise der beiden. Klingt vielleicht nicht so prickelnd, aber da das ganze von den "Machern" von CSI kommt, wird mit Sicherheit mehr dahinter stecken als lahmes Zahlenraten. Es geht um mathematische Denkweisen und auch um die Art, wie Mathematiker an Probleme herantreten.
Ich persönlich habe in der Schule immer die, die in Mathe gut waren, irgendwo beneidet. Das selbe gilt für naturbegabte Programmierer. Ein Bekannter von mir ist so einer: der sieht ein Stück Code oder eine neue Programmiersprache (am unheimlichsten wurde es mir, als er anfing Programme in Brainfuck zu entwickeln), versteht das in der Regel sofort und kann es umsetzen. Hammer.

Ich könnte mir vorstellen, dass diese Serie den Einen oder Anderen auch zu mehr Interesse an der Mathematik ermutigt. Und wenn schon ich sowas schreibe... ;-)
Insofern lese ich auch gerne Bücher von Michael Crichton. Also solche, in denen es um angewandte Naturwissenschaften geht. Diese sind natürlich weitestgehend fiktiv und vom wissenschaftlichen Standpunkt nicht immer 100% zutreffend, aber das Thema wird interessant widergegeben und regt zum Denken an. Beispiel: "DinoPark"/"Jurassic Park" - Genetik. "Timeline" - Quantenphysik. "Beute" - Nanotechnologie, Bioinformatik und vernetzte Agenten/distributed intelligence, Schwarmverhalten. Man muss es also nur entsprechend verpacken und es gewinnt an Interesse (das selbe Prinzip also, auf dem die Modewelt basiert).

Wäre vielleicht mal Zeit für eine Sprachenserie - was aber wohl eher schwierig wäre umzusetzen, weil diese permanent untertitelt werden müßte. Und weil die deutschen Synchronsprecher es mal wieder vermasseln würden.

Mittwoch, April 06, 2005

Weitere LifeDrive-Infos

Aber hallo - nun kommt Leben in die Gerüchte-Küche: wie kürzlich berichtet steht ja palmOnes neuer Super-PDA "LiveDrive" kurz vor der Bekanntgabe (munkelt man).

Die Gerüchte verdichten sich und man erfährt erste Details und ein weiteres Bild ist ebenso aufgetaucht:


via Palminfocenter

Und da finde ich auf "Writing on your Palm" folgendes:



Wie realistisch das ist und ob es nicht doch bloß ein Fake ist, kann man nicht sagen. Das haben Gerüchte so an sich. Auch macht mich der Tippfehler in der 4. Zeile ("LifreDrive") schon wieder skeptisch.

Aber Träumen ist ja wohl erlaubt...

Nachtrag: mit dem LiveDrive hätte palmOne auch das aktuelle Speicherproblem vom T5 und Treo 650 gelöst: bei 4GB passt nun auch endlich das Adressbuch drauf... *LOL*

Münchener Geschichten

Die Münchener (wieso schreibe ich eigentlich dauernd "Münchner"?) sind eigen, soviel steht schon mal fest. Im Supermarkt merke ich es immer ganz besonders, da kommt momentan noch so eine Art "Kolonial-Denke" zum Vorschein: ich weigere mich krampfhaft, bayerische Tendenzen wie "Auf Wiederschaun" oder "Joa freilich" anzunehmen und rede mit der Wurstverkäuferin bewußt penetrant Hochdeutsch. Nicht, dass sie es dadurch vielleicht lernen könnte, aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. So ähnlich müssen sich die Engländer im Kongo gefühlt haben.

Außerdem bleiben die Münchener bei rot an einer Ampel stehen!! Sowohl alte als auch junge Leute - und die haben dann diesen fiesen Blick drauf, wenn man schulterzuckend doch über die Straße geht. Deutsche Leitkultur in Form von "ES IST ROT!!! ("Sehen's dös net?!")-Schreien bleibt zwar bislang aus, wird aber nicht lange auf sich warten lassen.

Vielleicht habe ich auch unbewußt einen schlechten Einfluss auf die Münchener? Ähnlich wie in der einen Simpsons-Folge, wo man keine Tiere nach Australien mitbringen durfte, vergifte ich somit die bajuwarischen Grundpfeiler. Wenn das der Edmund wüßte... ("Nein...äh....jaaa.... Raus mussa!").
Wenn irgendwann in der Zeitung "Badischer Hesse verleitet unschuldige Bayern zu grobem Unfug" steht, werden die mich hier bestimmt nicht mehr dulden. Dann stehe ich in der Beliebtheits-Skala mit Feinstaub auf einer Stufe.

Aber wie erst letztens gelesen, sind wir von unserem Denken her nicht frei, sondern werden permanent durch unsere Umwelt geprägt. Vielleicht besteht also doch noch Hoffnung. Nur muss hier erstmal gegen 3 Jahre Mannheim angekämpft werden - na dann mal viel Spaß!

Dann heute - der Hammer: ein Schülerlotse (in diesem Fall war's ein älterer Herr) steht an seinem Zebrastreifen mit Winkerkelle und Neon-Weste. Auf einmal hält da ein Wagen vom deutschen Paketdienst, er geht hin, unterschreibt was und erhält ein Päckchen!! Welche Adresse hat er da bitte drauf geschrieben?!? "Am Zebrastreifen X-Straße Ecke Y-Straße"?? Sowas gibt's auch nur hier.
Ich hab's mir dann nicht verkneifen können und bin zu ihm hin und habe ihn gefragt. OK, logische Erklärung: er wohnt hier in der Nähe und der Paketfahrer kennt ihn schon. Hatte ich mir auch schon so gedacht, aber sischä is sischä...
Was macht der gute Mann eigentlich, wenn er mal ne Couch geliefert bekommt?

Dienstag, April 05, 2005

What's in my bag?

Flickr ist klasse. Ich liebe Flickr! Flickr ist genial - und eines der genialsten Features sind die sog. "tags" (ja, Computerbild: "täggs", Engl. "Etikett"), mit denen man Bilder versehen kann.
Künftig werde ich regelmäßig Flickr-Tag-Tipps posten, die ich interessant finde.

Inspiriert durch Adris "popaghandi"-Flickr-Stream lautet der erste tag-Tipp: whatsinyourbag

Hier mal bei mir vom letzten Samstag (entstand am Main auf der Wiese bei schönstem Frühlingswetter):


(Aufs Bild für weitere Infos klicken)

Interessant übrigens, dass auf den meisten whatsinyourbag-Bildern iBooks oder Powerbooks und/oder iPods zu sehen sind. Flickr-User haben Geschmack... ;-)

"Nackter Mann" und eine gewagte These

Zugegeben, "LOST" war gar nicht so übel. Sehr spannend, auch wenn ich weiterhin über Eisbären in den Tropen grübele. Wird aber sicher noch erklärt. Und der hektisch rumrennende Arzt am Anfang, oder der Typ, der in die Flugzeug-Turbine reingesogen wird...nun ja.

Ab nächster Woche geht's dafür gleich mit "Desperate Housewifes" los, was insofern doof ist, weil dann Montag und Dienstag abend erstmal belegt ist. Vielleicht werde ich das daheim mal aufnehmen lassen und schau's mir dann am WE an. Jetzt, wo der Sommer kommt und die Münchener Biergärten aufmachen, muss man nicht im Hotel vor der Glotze sitzen.

A propos Hotel: ich bin da momentan im 6. Stock untergebracht - mit Balkon! Sehr hübsch. Gleich gegenüber ist eine Bibliothek, in der u.a. auch Volkshochschulkurse stattfinden. Man glaubt es nicht, was da alles angeboten wird! Linkes Fenster: ältere Menschen beim Blockflöte spielen. Rechtes Fenster: da liegt ein nackter Mann um die 50-60 Jahre auf dem Boden, um ihn herum Hausfrauen mit Zeichenblöcken, die den gemalt haben. Es hätte ja auch mal - so als Willkommensgruß - eine hübsche, junge Dame sein können, aber nööö...

Die Fahrt heute morgen zur Arbeit fand übrigens wieder mit Musik statt! :-D Und sofort war die Stimmung besser! Die Bayern kommen mir auch eine Spur weniger grummelig als die Hessen vor. Vielleicht liegt es daran, dass sich München noch südlicher vom Osten befindet als Frankfurt? Jetzt dürfen sich die Ossis nicht angegriffen fühlen, aber meine persönliche (!) Erfahrung hat bislang leider gezeigt, dass manche von da drüben viel "meckeriger" drauf sind als die Wessis. Dass ich mit dieser Beobachtung nicht alleine bin, habe ich schon mehrfach bestätigt bekommen. Vielleicht sollten die morgens den Tag auch mal mit Musik anfangen. Wenn mal mal nen Spoiler weniger für den GTI kauft, kann man sich sicher auch nen iPod leisten. Muss ich mal weiter verfolgen...

Ansonsten wird meine Stimmung hier so langsam besser. Der vorhergesagte Regen blieb aus, den Mantel kann ich dann morgen wohl im Hotel lassen und wieder die Sonnenbrille einpacken. Schade nur, dass die Fahrt zur Firma komplett in der U-Bahn verläuft und man nichts von der Landschaft sieht. München soll auch einen Fluss haben, habe ich gehört...

Montag, April 04, 2005

Dei Mudder Sei Gesicht, LiveDrive und LOOOOOSSSSSST

Jaaaa.....mir san mim' Raaadl daaa.... Jungejunge, der Sonntag bot phantastisches Wetter und somit ging's nach 1 Jahr Abstinenz aufs Rad. Natürlich wollten wir uns nicht mit einer einfachen 10km-Tour für den Einstieg begnügen (ok, ich schon, die anderen nicht), sondern sind sage und schreibe 40km von Frankfurt nach Mainz gefahren! Immer schön am Main entlang - herrlich. Filmzitat aus dem legendären Kino-Highlight Dei Mudder sei Gesicht: "Auuuu......mein A****....!!!" Egal, immerhin habe ich ein wenig Farbe abbekommen - hat auch was (nämlich ne rote Birne heute!).

Jetzt zur Abwechslung mal ein technisches Thema:
Derzeit kursieren ja jede Menge Gerüchte über einen neuen palmOne-PDA mit dem Spitznamen "LiveDrive".



Angeblich der HighEnd-PDA, auf den Palm-Freaks (wie ich) seit Jahren gewartet haben:
  • WLAN (juhuu..) und Bluetooth

  • 4GB Festplatte

  • usw.


Naja, dafür soll er "doppelt so dick wie der T5" sein...also darauf kann ich dann doch verzichten. Aber WLAN wäre an sich schon mal geil! Hoffentlich dann auch gleich wieder mit Mikrophon, damit ich meinen mobilen Skype-Traum doch noch realisiert sehe.
Da wir in Deutschland leben und palmOne es (gerade) im Vergleich zu PocketPCs noch nie geschafft hat, vernünftige Preise zu realisieren, wird das Ding sicher um die 500 (Einstiegspreis 600) Euro liegen. :-( Aber will den Teufel mal nicht an die Wand malen, sondern freue mich auf den 18.04., da soll er nämlich *richtig* vorgestellt werden.

Es wäre zu schön...


Zurück zur Gegenwart:
heute abend kommt "LOST", gedanklich bitte mit lauter, rauchiger Stimme ausgesprochen: "LOOOSSSST". Geht schriftlich gar nicht, kriegt man nicht hin. Also am besten mal ne Viertelstunde Pro7 schauen, da wird's sicher irgendwo erwähnt.
Im Prinzip geht's wohl darum, dass ein paar Typen einen Flugzeugabsturz auf einer einsamen Insel (logo!) überleben und somit erstmal verloren ("LOOOOOOSSSSSSST") sind. Prinzipiell sicher interessant, wobei man dafür nicht unbedingt einen Flugzeugabsturz braucht: unser Lehrer/wir haben das damals im Schullandheim in der Provence auch so hingekriegt und durften ne Weile durch's Gestrüpp klettern. Aber hier geht's ums Prinzip (um die 3. Möglichkeit zu nutzen, das Wort "Prinzip" in einem Absatz zu verwenden): die verlorenen Menschen treffen also auf allerlei schlimmes Gedöns wie Eisbären (tropische Insel + Eisbären != 100% realistisch) und Mörder rumrennen. Hmm, vielleicht so ne Art FarCry...? Ich werde mir das heute abend mal anschauen.



Und alle: "LOOOOOOOOSSSSSSSSSST"

Freitag, April 01, 2005

"Andere Länder - andere Sitten" (und nochmal kurz OJO *g*)

Andere Länder - andere Sitten

Die erste Woche ist rum, Zeit für ein erstes Fazit:

Der positive Eindruck über die Kollegen bleibt weiterhin bestehen. Allerdings merke ich den Unterschied zum vorherigen, amerikanischen Projekt ganz deutlich: hier ist alles sehr "Deutsch": sehr viel steifer, man siezt sich (ich glaube, ich hatte seit 1 Jahr keinen Menschen im Arbeitsumfeld mehr gesiezt); auf einmal sind es eben der Herr X und die Frau Y und nun mal nicht mehr nur ein Bob, Chris oder Trish. Insofern vermisse ich das freundliche, unentwegte "hey, how you're doin'?". Tatsächlich schauen die Leute erstmal befremdlich, wenn sie morgens oder am Telefon mit einem "Hallo wie geht's?" begrüßt werden. Allerdings muss ich da zugeben, dass das für mich vor nem Jahr auch ungewöhnlich war. Im Englischen ist das eine Frage, die keiner direkten Antwort bedarf. Ein "Good" oder "Fine, how're you?" reicht. Wer das nicht kennt, fängt erst mal groß und breit an zu erzählen, was er die Woche so alles im Kopf hat, dass er Schnupfen hat, usw. *g* Andere Länder, andere Sitten - und auch wenn es oberflächlich ist/erscheinen mag: es macht in meinen Augen das ganze Arbeitsklima ein wenig angenehmer.

Thema München
Das Hotel war, um das Lieblingswort einer Bekannten zu zitieren, "suboptimal, sehr suboptimal" (ach ja, und "indiskutabel, absolut indiskutabel"), was auch nicht sehr verwunderlich ist: wenn man sich ein Hotel im Bahnhofsviertel raussucht, darf man nicht "blühende Landschaften" (Zitat von wem..? Na..?) erwarten. Nächste Woche bin ich beim Harras untergebracht, was auch immer das sein mag. Das liegt für den Weg Hotel/Firma günstiger und um zum HBF zu kommen, muss man eh umsteigen.
Ansonsten habe ich bisher mal kurz den Odeons- und Marienplatz gesehen: also hier laufen selbst die Penner irgendwie stylish rum! Aber alles sieht, wenn auch schick, dann immer irgendwie gezwungen aus. Vom super-coolen Möchtegern-Yuppie mit blonder Haartolle, der das Weinglas betont lässig versucht in der Hand zu halten bis zur gertenschlanken Mittfünfzigerin im knallengen, giftgrünen Lackkostümchen (und 20 Jahre jüngerem Lover). Aber ich werde mich auf jeden Fall auf die Münchner einlassen (müssen) - New York hatte mir am Anfang ja auch nicht unbedingt gefallen.
Highlight der Woche war ein nettes Treffen mit Christina, die erst vor einem halben Jahr von Frankfurt nach München gezogen war, ansonsten habe ich nichts erlebt.

iPods habe ich magere 5 Stück in der ganzen Woche gezählt (darunter auch den shuffle, schön umgehängt, wie es sich gehört). Diesen Schnitt muss man dringend erhöhen. *g*

Momentan also gerade die Rückfahrt im ICE: die aktuelle 24-Folge habe ich gesehen (die 4. Staffel wird der Hammer!), ich habe ne Steckdose, kann iTunes hören und die Aussicht genießen - und irgendwie noch immer nicht wahrhaben, dass ich das nun 2* die Woche machen muss. Erinnert ein wenig an Bundeswehr-Zeiten. Aber man ist ja jung, nicht..? ;-)
Wenn ich mich so umschaue, bin ich der einzige mit nem iBook bzw. Mac. Und trotz neuem 3er ICE gibt's auch hier kein WLAN. Somit muss dieser Eintrag warten, bis ich daheim bin. Nächste Woche darf ich u.a. auch nicht den Bluetooth-Stick vergessen, damit ich wenigstens mal die mit dem Handy gemachten Bilder uploaden kann.

Ach ja, weil's mir so gut gefällt (und so überhaupt nichts mit diesem München-Eintrag zu tun hat), hier noch ein paar OJO-Bilder aus der aktuellen 24-Folge:







Übrigens ist Chloe O'Brian mal wieder seeehr Chloe *gg* Kann man nicht erklären, da muss man Chloe mal gesehen haben (kommt auch in den älteren Seasons vor). Am Anfang konnte ich die ja am wenigsten leiden, inzwischen finde ich sie aber nur noch kultig!